Leitfaden · C69
Eine Risikoreserve für das Marketing bemessen
Welche Reserve sollte geschützt werden, ohne willkürlich einen Budgetprozentsatz zu sperren?
Direkte Antwort
Die Reserve wird aus gewichteten Restexpositionen nach Wahrscheinlichkeit, Korrelation und Reaktionszeit berechnet.
01Zentrale Reserve, Obergrenze und Freigaberegeln festlegen.
02Regel, Nachweis und nächster Prüftermin bleiben sichtbar.
Anwendungshinweise
Von der Frage zum Ergebnis.
Welche Reserve sollte geschützt werden, ohne willkürlich einen Budgetprozentsatz zu sperren?
Zentrale Reserve, Obergrenze und Freigaberegeln festlegen.
Restexpositionsberechnung
Berechnung · SQ-69
Die Reserve aus den verbleibenden Expositionen bemessen
Eine feste Reserve von 10 % kann zu gering sein oder Mittel unnötig binden. Die Berechnung geht von den Risiken aus, die nach den bereits finanzierten Maßnahmen verbleiben.
Fiktives Portfolio von 1,35 Mio. € mit fünf wesentlichen Risiken und zwei teilweise korrelierten Faktoren.
- 01Beziffern
Wahrscheinlichkeit und Nettowirkung nach Vorbeugung und Übertragung schätzen.
- 02Abhängigkeit korrigieren
Risiken, die auf dasselbe Ereignis zurückgehen, nicht als unabhängig addieren.
- 03Verzögerung aufschlagen
Risiken höher gewichten, deren Reaktion nicht schnell genug finanziert werden kann.
- 04Steuern
Obergrenze, Abrufrechte und Rückgabebedingungen festlegen.
Zentrale Reserve von 118 Tsd. € und Obergrenze von 175 Tsd. €
Die Summe der erwarteten Verluste wird um Korrelation und Verzögerung bereinigt und dann um ein Volatilitätspolster ergänzt.
Zentrale Reserve = Σ(Wahrscheinlichkeit × Restauswirkung) + Korrelationsanpassung + Verzögerungsprämie| Risiko | Wahrscheinlichkeit | Restauswirkung | Erwarteter Verlust | Korrelation | Reaktion |
|---|---|---|---|---|---|
| Produktverzögerung | 30 % | 120 Tsd. € | 36 Tsd. € | Mit Launch | Medien umplanen |
| Vertriebsbereitschaft | 25 % | 90 Tsd. € | 22,5 Tsd. € | Mit Launch | Enablement verstärken |
| Medieninflation | 40 % | 55 Tsd. € | 22 Tsd. € | Niedrig | Neu zuweisen |
| Tracking-Ausfall | 20 % | 70 Tsd. € | 14 Tsd. € | Unabhängig | Ersatzmessung |
| Partner nicht verfügbar | 15 % | 60 Tsd. € | 9 Tsd. € | Niedrig | Alternativer Kanal |
| Anpassungen | — | — | 14,5 Tsd. € | Korrelation + Verzögerung | Reserve |
01Die erwarteten Bruttoverluste betragen 103,5 Tsd. €; 14,5 Tsd. € kommen für Korrelation und Verzögerung hinzu.
02Die Obergrenze von 175 Tsd. € entspricht einem dokumentierten ungünstigen Szenario, nicht einem freien Rahmen.
03Jeder bei der Q3-Prüfung nicht abgerufene Betrag fällt nach einer vor dem Start festgelegten Regel an das Portfolio zurück.
Illustrative Berechnung. Subjektive Wahrscheinlichkeiten müssen datiert, zugewiesen und im Szenario geprüft werden.
Kohärenzkontrollen
Mindestbedingungen vor der Validierung.
Status, Nachweis und verantwortliche Person müssen einsehbar sein.
Status, Nachweis und verantwortliche Person müssen einsehbar sein.
Status, Nachweis und verantwortliche Person müssen einsehbar sein.
Status, Nachweis und verantwortliche Person müssen einsehbar sein.
Nutzbares Ergebnis
Restexpositionsberechnung
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